Tomaten/Paradeiser
Als „Tomatl“ oder „tumatle“, was „angeschwollen“ heißt, wird dieses Nachtschattengewächs in seiner Heimat Südamerika benannt und das haben wir als Namen für diese Schönheit unter den Beerenfrüchten übernommen.
Die Tomaten zählen zu den Früchten, weil sie Samen enthalten, sind aber eigentlich „Beeren“. Wegen ihres würzigen Geschmackes werden sie wie Gemüse verwendet und deshalb als „Fruchtgemüse“ bezeichnet!
In Italien heißen sie Pomodoro, von „pomo d’oro“ – Apfel aus Gold, was zunächst seinen Ursprung bei den Mauren hatte: man nannte sie „pomo del moro“ (Apfel des Mauren). Und aus der Umwandlung in „Pomo d’oro“ wurde der Goldapfel.
Leider wird der Name „Paradeiser“ in Österreich durch die Bezeichnung „Tomate“ schon ziemlich verdrängt. Paradeiser bedeutet Paradiesapfel, wegen des paradiesischen Geschmackes und seines Gesundheitswertes – ein schöner, ein passender Name!
Im 16. Jahrhundert wurde die Tomate, wie so viele andere Pflanzenarten, von den Eroberern nach Europa gebracht. Zunächst diente sie etwa 300 Jahre als Zierpflanze, wurde als giftig und ungenießbar betrachtet, bis man ihre geschmacklichen und gesundheitlichen Vorzüge erkannte.
Heute werden Tomaten in großen Mengen in den Sonnenländern angebaut: Italien, Spanien, Türkei, Ägypten und weiter weg: USA, China, Russland. Glashaustomaten kommen vornehmlich aus Holland und Belgien und diese werden oftmals in Hydrokultur gezogen, was den Geschmack sehr minimiert.




