ALLGEMEIN WISSENSWERTES
Pfl anzen sind für unsere Ernährung das A und O. Die essbaren Pfl anzen sind ein Nahrungsmittel, aus dem der Mensch den meisten Nutzen ziehen kann.
Es ist daher sehr wichtig, über Gemüse und seine Eigenheiten, Erfordernisse, Zubereitungsmöglichkeiten und den Möglichkeiten, dem Menschen zu nutzen, gut Bescheid zu wissen.
Gemüse lebt nach der Ernte weiter
Gemüse kann nach der Ernte je nach Pfl anzenart und Aufbewahrung unterschiedlich lange weiterleben. Es atmet auch ohne Wurzeln Sauerstoff ein und bildet die löslichen Kohlenhydrate und die organischen Säuren zu Kohlendioxid und Wasserdampf um, Wärme und das Reifegas Äthylen* werden ausgeschieden. Sichtbar wird dieser Prozess in Form von Tröpfchen, die sich bei der Aufbewahrung an der Innenseite eines geschlossenen Behälters bilden, auch wenn das Gemüse „trocken“ hineingegeben worden ist!
Wie man diese Eigenschaft für die Aufbewahrung von Gemüse und Obst zum Vorteil des Menschen ausnützen kann, kann man im Kapital „Ernährung*“, „Behandlung von Gemüse und Obst mit dem Reifegas Äthylen“ und die „CA – Lagerung“ nachlesen.
Vollwertigkeit
Obst und Gemüse besitzen die höchste Nährstoffdichte* aller Lebensmittel. Sie liefern im Verhältnis zu ihrem Energieangebot die meisten essenziellen/lebensnotwendigen Nährstoffe, jedoch wenig Kalorien. Gemüse enthält Kohlenhydrate, Eiweiß (Proteine), Enzyme, Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Chlorophyll, Wasser, fast kein Fett. Weiters enthält es Geschmacks- und Aromastoffe sowie Duft- und Farbstoffe (Carotinoide*), Hormone (Phytoöstrogene*) und leider auch natürliche und eingebrachte Schadstoffe. Essbare Pflanzen liefern zudem basische Werte. Siehe auch das Kapitel „Säuren und Basen, der pH-Wert“ in „Ernährung“*! Dort werden basen- und säurenbildende Nahrungsmittel aufgeführt.
Wichtig: durch langes Kochen von Gemüse können Basen zu Säuren werden!
Pflanzliche Ernährung gilt als vollwertig, wenn sie von allen drei Teilen der Pflanze über die Tage etwas enthält. Wurzel und Knollen - Blätter und Stängel - Früchte und Samen. Diese drei Gruppen sollten bei einer Mahlzeiten nicht zusammengemischt werden, damit die Verdauung* für die Verdauungsenzyme leichter zu bewerkstelligen ist.



